Mercedes Euklid Model 21

Christel Bernhard Julius Hamann wurde 1870 geboren und gründete nach seiner Ausbildung zum Mechaniker in Bremerhaven im Jahr 1896 das “Mathematisch-Mechainische Institut” in Berlin. Er entwickelte verschiedene Rechen- und Vermessungsinstumente, darunter anfangs auch Staffelwalzen-Rechner. 1907 wurde das Institut von der Firma “Mercedes Büromaschinen” übernommen, die überwiegend Schreibmaschinen herstellten. Dort entwickelte Hamann das Proportionalhebel-Verfahren. Die damit ausgestatteten Rechenmaschinen verkaufte Mercedes unter dem Namen “Euklid”. Die Maschinen waren recht verbreitet und wurden bis in die 1950er Jahre am Standort in Zella-Mehlis gebaut. Die Firma wurde später in “VEB Cellatron” umbenannt und baute ab 1960 elektronische Rechner und Computer. 1977 wurde sie in das Kombinat Robotron eingegliedert und 1990 dann aufgelöst.

Das Modell Mercedes Euklid 21 in der Ausstellung ist elektrisch angetrieben und kam 1931 auf den Markt. Sie wurde bis in die 1950er Jahre gebaut. Sie kann vollautomatisch dividieren. Bei der Multiplikation kann man den zweiten Faktor jedoch nicht eingeben, sondern muss entsprechend oft die Plustaste drücken. Man nannte das Prinzip “Halbautomatik”.

Hamann hatte das Unternehmen bereits 1922 verlassen und arbeitete danach für die Firma “DeTeWe” (Deutsche Telefonwerke und Kabelindustrie). In dieser Zeit entwickelte er Rechenmaschinen mit Schaltklinken als Funktionsprinzip. Diese wurden unter seinem Namen (Hamann Manus, Hamann E) vermarktet.

Elektrisch angetriebene Rechenmaschinen

Zustand:
ungetestet, optisch starke Gebrauchsspuren

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