Maschinenfabrik Summus-Compagnie GmbH Summus

Das Funktionsprinzip dieser Rechenmaschine wurde 1906 von Max Eckelmann patentiert. In der Folge wurde die Maschine in kleiner Serie hergestellt - es sind Seriennummern bis 1100 bekannt. Die Maschine besteht aus vier Zahnscheiben, die jeweils zwei Stellen (00 bis 99) tragen und deren eingestellter Wert in einem Sichtfenster (links oben) abgelesen werden kann. Der zentrale Hebel kann über die außenliegende Skala auf eine zweistellige Zahl eingestellt werden. Auf dem Hebel befinden sich vier Tasten, über die der Hebel über Schaltklinken in jeweils eine der Zahnscheiben eingerastet werden kann. Bewegt man den Hebel nun nach rechts zum Anschlag, wird der eingestellte Wert zu der ausgewählten Zahnscheibe addiert, wobei es einen automatischen Hunderterübertrag auf die weiter innen liegenden Scheiben gibt. Die Schaltklinken bewirken, dass man den Hebel nun auf das nächste Ziffernpaar einstellen kann, ohne dass sich die Scheibe mitdreht. Erst beim Zurückdrehen wird die Scheibe wieder mitgenommen.

Beispielrechnung:

Zu Beginn sind alle Zahnscheiben so eingestellt, dass im Sichtfenster bei allen “00” abzulesen ist. Es soll 34 + 183 gerechnet werden.

Der Hebel wird nun auf 34 gestellt, die Taste für die äußerste Scheibe gedrückt und der Hebel dann nach rechts zum Anschlag gedreht. Die innerste Scheibe zeigt nun “34” im Sichtfenster.

Der Hebel wird nun auf 83 gestellt und der Hebel wieder nach rechts gedreht. Die äußerste Scheibe zeigt nun 17. Durch einen automatischen Übertrag zeigt die zweite Scheibe “1”. Also insgesamt 117. Nun wird der Hebel auf 1 gedreht und die Taste der zweiten Scheibe gedrückt. Zurück nach rechts gedreht, zeigt die zweitinnerste Scheibe nun “2”, das Ergebnis ist daher 217. Das erscheint zunächst umständlich. Die Stärke der Maschine liegt beim “Kolonnenaddieren”, wenn man also sehr viele Zahlen addieren muss. Dann addiert man zuerst die beiden letzten Stellen aller Zahlen, bleibt also durchgängig auf der gleichen Scheibe. Danach werden die dritte und vierte Stelle von rechts aller Zahlen addiert und so weiter.

Die Maschine ist simpel aufgebaut und hat eine komplett offen liegende Mechanik. Laut Anzeigen wurde sie in den USA für 50 $ das Stück verkauft, was deutlich unter dem Preis für andere Addiermaschienen lag. Trotzdem war die Summus wohl kein Erfolg. Die Produktion in Leipzig wurde schon nach zwei Jahren wieder eingestellt.

Hergestellt1908
FunktionsprinzipZahnscheiben und Schaltklinken
Stellenzahl8 x 8
Antriebzentrale Handkurbel
Gewicht4,4 kg
Neupreis50 $

Mechanische Rechenmaschinen

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