
Der Abakus funktioniert mit Kugeln, die verschiebbar auf Stäben angeordnet sind und die ihrerseits nebeneinander in einem Rahmen sitzen.
Die Ursprünge des Abakus sind nicht genau bekannt. Es gibt Vermutungen, daß er auf Madagaskar oder in Zentralasien entstand. Er verbreitete sich auf jeden Fall zunächst in Asien und erreichte durch Rückkehrer von den Kreuzzügen im 12. und 13. Jahrhundert auch Europa. Dort wehrte sich jedoch die Kirche gegen solche heidnischen Einflüsse und konnte zumindest den Abakus fernhalten. Die arabische Zahlenschreibweise setzte sich trotzdem durch.
Jede Spalte des Abakus steht für eine Ziffer, ganz rechts die einwertige, links daneben die Zehner, Hunderter, Tausender etc.
Bei dem chinesischen Suan Pan in unserer Ausstellung sind die Stäbe durch einen horizontalen Steg in einen oberen und einen unteren Bereich geteilt. Dabei sitzen oben jeweils zwei, unten jeweils fünf Kugeln. In der Ausgangsposition sind die oberen Kugeln alle am oberen Rand, die unteren am unteren Rand.
Wird eine der unteren Kugeln zum Trennungssteg geschoben, zählt sie eins. Jede der oberen Kugeln zählt fünf. Jede Spalte kann somit Werte bis 15 aufnehmen, obwohl maximal der Wert 9 benötigt wird. Bei manchen Rechenverfahren ergibt sich jedoch eine sinnvolle Verwendung der Überbesetzung.
Rechenhilfsmittel
Zustand:
sehr gut